Hilfen für Fiddle - Anfänger

 
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fiddleman



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BeitragVerfasst am: 07.02.2004, 13:35    Titel: Hilfen für Fiddle - Anfänger Antworten mit Zitat

Ich denke dieses Forum ist auch für Anfänger, wie ich es bin. Deshalb folgende Frage: Ich habe immer wieder ein Problem mit den Bogenstrichen beim Auswendigspielen - was ich am liebsten tue. Auf oder Abstrich - wie bei Tunes beginnen, dass es auch swingt und ich zum richtigen "Streichrhytmus komme ? Gibt es dafür irgendwelche Regeln ? gruß vom fiddleman
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crannog



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Beiträge: 310
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BeitragVerfasst am: 07.02.2004, 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo fiddleman, wie so oft: eine eindeutige (einzig richtige) Antwort gibt es nicht. Mein Beitrag im Parallelverzeichnis unter "Fiddle lernen" beschreibt eine ganze Menge Versuche meinerseits, als ich mich noch als blutigen Anfänger bezeichnen musste (... weiß auch nicht so genau, wie ich mich heute bezeichnen soll: fortgeschrittener Anfänger? blutiger Fortgeschrittener? egal...). Trotzdem: Wenn du hier ganz gezielt fragst, versuch ich mich nochmal in konkreten Antworten. Die Generalregel lautet: Nimm Tempo raus, spiel langsamer! und vertraue darauf, dass über lange Zeit viele Tunes hören und regelmäßig ein paar mal in der Woche auch selber spielen deutliche Spuren hinterlässt und man nach Wochen und Monaten merkt, dass sich da was tut ... (wobei: je mehr man kann, umso mehr erkennt man auch, was man alles noch nicht kann...) 1. Methode mit Fiddle-Fibel (z.B. die bereits erwähnten Irish-Fiddle Einstiegshelfer Cooper oder Crannitch): Da spielt man ganz langsam nach Noten inklusive im Notenbild vorgeschriebenen bowing patterns. Man sollte auch da sich vom Noten mitlesen lösen und das ganze auswendig lernen - jedoch komplett auswendig (also nicht nur die Melodie auswendig im Kopf haben und dann irgendwie auf die Fiddle biegen, sondern auch die bowing patterns auswendig drauf kriegen). Dann passiert es Dir irgendwann nicht mehr, dass du vor lauter auswendig spielen mit einem up-bow abschließt, obwohl auch der folgende Auftakt einen up-bow erfordert. Nachteil dieser Methode: Du lernst den Tune nur auf diese eine Weise zu spielen ... aber es kommt die Zeit, zu der du das wieder aufbrichst (so nach Monaten bis Jahren ) ... und mit beiden Fiebeln hast du mit der Zeit nicht nur ein Grundrepertoire an Tunes, sondern auch ein Grundrepertoire an Bogenmustern, die du allmählich frei wie einen Baukasten einsetzen kannst und dann gehts immer besser, die passenden patterns für deine Tunes zu finden, zu verändern und spontan parat zu haben... 2. Variation: Ich bin nie ein sturer Lerner gewesen und hab mich deshalb auch dabei erwischt, den Fibel-Tune irgendwie runterzustreichen ... oder irgendwo einen kleinen Fehler im Bogenmuster zu machen. Dann hab ich mal probiert, daraus Methode zu machen und z.B. das vorgeschrieben Bogenmuster komplett auf den Kopf zu stellen (also alle Bindungen gleich, aber down und up auszuwechseln). Hat mir ws gebracht, wenn ich mich im Eifer einer Session oder gar eines Band-Live-Sets völlig mit irgendwelchen Patterns verhauhe - so hat es mich nicht mehr rausgehauen, sondern ich brachte den Tune eben doch mit Anstand rüber... 3. Nach Gehör Tunes lernen (Verlangsamer nutzen) und diese Tunes auch längere Zeit ganz langsam spielen. Sie dabei in ihre 4-taktigen Einzelabschnitte zerlegen und mit diesen einfach mal spielen, was man alles daraus machen kann. Methode 3. braucht am ehesten ab und zu Lehrer (so ein fiddle Wochenende gibt gewaltig Input, Motivation etc...) ...
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PipersWineFiddler



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Beiträge: 76

BeitragVerfasst am: 07.02.2004, 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo fiddleman, was crannog da schreibt, kann ich nur bestätigen: feste Regeln wie in der klassischen Geigenmusik (vor allem der Orchestermusik, wo der Bogenstrich schön einheitlich aussehen soll) gibt es bei der Fiddle nicht. Der Rhytmus eines Stückes liegt ganz klar in der Bogenhand. Auf- oder Abstrich ist Geschmackssache. Viele irische Spieler spielen nur im oberen Viertel des Bogens und machen ganz kurze Striche (außer bei langsamen Stücken). Der eigentliche Bogendruck wird mit dem Zeigefinger erzielt, wobe Du durch mehr oder weniger Druck den Ton schön knackig oder weich machen kannst. Ein lockeres rechtes Handgelenk hilft, auch schnellere Triolen z.B. zu spielen, die gerne als Verzierung genommen werden. Verlaß Dich einfach auf Dein Gefühl, was den Bogenstrich anbelangt. Auch berühmte Fiddler spielen Stücke am einen Tag so, an anderen Tagen anders (habe ich selbst bei Gerry 'Connor beobachtet, der uns bei einem Fiddle-Workshop bei einem besonderen Jig seine Bogentechnik beigebracht hat ... am nächsten Tag hatte er dann plötzlich zu seiner eigenen Überraschung einen etwas anderen Bogenstrich drauf ). Happy Fiddling! Holger
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Greebo78



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BeitragVerfasst am: 11.08.2009, 12:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Leute, Ich habe vor zehn jahren mal Klassisch Geige an der Musikschule gelernt, mußte aber nach zwei Jahren aus finazillen Gründen aufhören. Nun habe ich vor nem halben Jahr die Geige wieder raus gekramt. Meine frage: wo finde ich einfache erklärungen zum doppelgriff bzw. zweistimmigen spielen, Slides, rolls und cuts. Ich spiele in ner Folk Band Gitarre und singe aber manchmal fehlt halt der speziellen Fiddlesound. oder kennt jemand im Raum Görlitz Niesky Weiswasser wen der Fiddle spielt und mir da weiterhelfen könnte? Vielen Dank schon mal
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saber



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BeitragVerfasst am: 12.08.2009, 13:34    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Greebo78,

in der Region weiß ich niemanden.
Aber vielleicht hilft Dir das Buch von Matt Cranitch.
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Greebo78



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Wohnort: Niesky

BeitragVerfasst am: 13.08.2009, 08:14    Titel: Antworten mit Zitat

Danke saber werd mich mal damit beschäftigen.
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silvestris



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BeitragVerfasst am: 15.08.2009, 10:41    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Fiddleman,
das schon erwähnte Buch von Matt Crannitch ( mit CD)hat mir ziemlich geholfen. Da ich nur alle paar Wochen Unterricht nehme, überbrückt es mir die Zeit mit etwas Theorie und neuen 'tunes'. Wie crannog geschrieben hat dauert es bestimmt einige Zeit bis man die Auf u. Abschlag Muster frei einsetzten kann.. mir hilft es, wenn ich mir zumindest bei einigen, prägnanten Phrasen den vorgeschlagenen Bogenstrich merke. Dann kann man beim Auswendigspielen ruhig mal rauskommen, aber an den bestimmten Stellen findet man wieder zurück! Ungefähr so, als wenn man beim Gedichtvortragen ab u. zu ein Stichwort bekommt. ; )
Patricia : )
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silvestris



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Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 15.08.2009, 13:52    Titel: Antworten mit Zitat

... oops, das kam wohl etwas spät..
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kernel



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BeitragVerfasst am: 29.07.2010, 21:24    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo
wollte mal noch einen auf das Thema hier draufsetzen. Denke mein Problem passt ganz gut hier rein. Spiel nun ab und an mal und bin als blutiger Anfänger über detaillierte beschriftung über den noten sehr dankbar, was die up/down strokes angeht undso. Nun hab ich aber bei vielen tunes (nicht nur, aber insbesondere P.McNevin's fiddle buch, kennt das wer?) irgendwie missmatch festellen müssen, d.h. geh ich von "one bow per note" aus und berücksichtige ich "slurring bögen" komm ich teilweise trotzdem nicht auf den "vorgeschriebenen" Bogenstrich.
Muss ich da noch irgendwo mehr zwischen den Zeilen lesen?
Oder den Bogen einfach mal neu ansetzten? <-- gibs dafuern wort?
Einmal in die komplexe Ebene fiddln? ^^
Ne im Ernst bin sehr überfraget, und würde mich freuen , wenn jemand n Tipp für mich über hat.

Bei der Gelegenheit, Gruß in die Runde!
Bin nagelneu hier, und schau wohl demnächt öfters rein, tolles Forum find ich.
Gruß Maddin aus Berlin
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saber



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Beiträge: 215

BeitragVerfasst am: 29.07.2010, 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Maddin,

in Büchern stimmt nicht immer alles 100%ig. Daher kann man die Bindungen da nicht zu ernst nehmen. Und nur anhand von Büchern etc. zu lernen, kann ich kaum empfehlen. Wenn Du in Berlin wohnst, bietet sich Bernd (Scratch hier im Forum) als Lehrer an. Der ist echt klasse. Vielleicht kontaktierst Du ihn mal.

Viele Grüße,
sabrina
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kernel



Anmeldedatum: 29.07.2010
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 29.07.2010, 22:39    Titel: Antworten mit Zitat

Ja ein Lehrer wäre schon was feines, nur kann ich mir das derzeit nicht leisten. noch nicht zumindest. daher will ich ja auch nichts übersehen wenn ich was lese und genau abspielen halt.
Und wie gesagt, ist extrem oft der Fall, dass bei dem noten bild zähltechnisch was nicht stimmt, und von daher denk ich übersehe ich da irgendwas. schließlich muss man ja nicht mal bis 3 zählen können um das richtig zu beschriften.
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saber



Anmeldedatum: 02.04.2005
Beiträge: 215

BeitragVerfasst am: 30.07.2010, 02:35    Titel: Antworten mit Zitat

Unterricht muss ja nicht jede Woche sein...
Vielleicht reicht ja schon einmal, um einige wichtige Fragen zu klären.
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mina mit der fiedel



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Beiträge: 261
Wohnort: Bern

BeitragVerfasst am: 04.08.2010, 14:01    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube du hast irgendwo ein Missverständnis was die Bogenstriche betrifft. zumindest verstehe ich deine Frage irgendwie auch nicht ganz (das könnte auch an mir liegen...). Wenn es "zähltechnisch nicht aufgeht" mit "vorgeschriebenen Bogenstrichen" dann wird das in deinem Buch entweder sehr schlecht erklärt oder du hast ein extrem schlampig gemachtes Buch erwischt.
Beides wäre nicht so gut aber wenn es dir jemand mal erklären könnte, könntest du es dann auch selber beurteilen bzw. verstehen. Wenn Unterricht nicht drin liegt, dann vielleicht mal ein wochenend-Workshop? Oder mit jemandem verabreden, dass du nur für wenige Lektionen kommst? Oder vielleicht einfach mal jemanden suchen/anfragen der so lieb wäre, dir das einfach so mal zu zeigen? Damit du nachher weiter üben kannst.

Die Frage ist was verstehst du unter einer "one bow per note"-Regel und dem "vorgeschriebenen" Bogenstrich?

Vielleicht versuchst du es auch mal mit einem Buch / DvD die nicht nur Tunes angeben sondern auch Basisinformationen über typische Strichmuster. Z.B. Mel Bay's complete Irish Fiddle player von Peter Cooper (ich kenne das Cranitch-Buch nicht, hat's da sowas drin? Das von Nevin auch nicht).
Du solltest einerseits typische Strichmuster lernen also typisch für Jig, typisch für Reel usw. und das aber dann auch ein Stück weit frei anwenden können auf Tunes.
Bogen neu ansetzen denke ich eher nicht.
Viele Tunesammlungen geben gar keine Striche an oder eben nur einen "Vorschlag" den man selber anpassen kann.
Das selbe gilt übrigens für Verzierungen.
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