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stephen
Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 7 Wohnort: Sachsen-Anhalt
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Verfasst am: 20.09.2009, 19:06 Titel: veränderte Intonation mit neuen Saiten |
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nach Austausch der Saiten habe ich plötzlich mit einer leicht abweichenden Grifflage zu tun. Es ist so, als ob sich der gesamte Tonumfang der Geige (in der 1. Lage) minimal "gestaucht" hat. Um das zu beschreiben: wenn ich wie gewohnt spiele, greife ich auf der e-Saite ein klein wenig zu tief und bei der G-Saite etwas zu hoch. Kann das vielleicht daran liegen, daß ich von Nylon- zu Stahlsaiten (Tonica / Helicore) gewechselt habe? Ich hatte bisher immer nur Kunststoffsaiten drauf und da war mir das bei neuen Saiten nicht aufgefallen. Man gewöhnt sich nach einiger Zeit sicherlich wieder an eine saubere Intonation, aber gewundert hat mich das schon.
Erklären kann ich mir das eigentlich nur damit, daß die e-saite geringeren Abstand zum Griffbrett hat und beim Greifen weniger runtergedrückt (gedehnt) wird als die tieferen Saiten. Die ansteigenden Abstände zum Griffbrett sollen ja wohl auch so sein. Könnte also bei Stahlsaiten wegen der geringeren "Focustoleranz" (oder wie man es nennen möchte) eine niedrigere Saitenlage erforderlich sein? Dann müßte man ja den Steg flacher machen...
Mal abgesehen davon gefällt mir der Klang meiner Fiddle jetzt besser - ich werde die Helicores jedenfalls drauflassen.
viele Grüße Stephen |
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garpen

Anmeldedatum: 26.04.2005 Beiträge: 167 Wohnort: Münster
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Verfasst am: 20.09.2009, 22:04 Titel: |
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Ich schätze mal, dass du recht hast und dass der Unterschied im Saitenmaterial liegt. Allerdings solltest du berücksichtigen, dass Stahlsaiten keinen so hohen Abstand vom Griffbrett brauchen wie Darm/Nylonsaiten. Wenn du die Stahlsaiten also am Steg etwas "tieferlegst" dürfte sich der Unterschied in der zu greifenden Höhe wahrscheinlich wieder relativieren.
LG, Jochen |
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stephen
Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 7 Wohnort: Sachsen-Anhalt
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Verfasst am: 21.09.2009, 21:34 Titel: |
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welcher Abstand ist denn so für Stahlsaitenfiddler zu empfehlen? Am Ende des Griffbretts messe ich bei meiner Geige reichlich 3mm bei der e- bis 6mm bei der G-Saite. Zumindest bei den unteren Saiten scheint das etwas reichlich zu sein. Ich werde also vorsichtig den Steg flacher machen und ausprobieren ob es sich verbessert.
Gruß Stephen |
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garpen

Anmeldedatum: 26.04.2005 Beiträge: 167 Wohnort: Münster
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Verfasst am: 22.09.2009, 10:10 Titel: |
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Zu empfehlen? Keine Ahnung, aber ich hab mal zwei von unseren Geigen ausgemessen (Reihenfolge GDAE): 1.) 3,9 - 3,6 - 3,2 - 2,5. 2.)3,5 - 3,7 - 3,1 - 2,7.
Dabei ist für mich die erste Geige am schönsten zu spielen. |
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mina mit der fiedel

Anmeldedatum: 23.10.2005 Beiträge: 261 Wohnort: Bern
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Verfasst am: 22.09.2009, 10:40 Titel: |
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| vielleicht hat sich auch ganz einfach der STeg verschoben als du die Saiten ausgewechselt hast? |
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stephen
Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 7 Wohnort: Sachsen-Anhalt
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Verfasst am: 22.09.2009, 15:06 Titel: |
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Hallo Jochen,
vielen Dank für die Beispielwerte. Das ist ja für jede Geige (und Spieler) eine individuelle Angelegenheit - hat mir aber zum vergleichen sehr geholfen. Ich werde die Saiten also etwas tieferlegen, das wirds wohl bringen.
Der Steg hat sich wirklich nicht verschoben. Nachdem mir mal ohne Stegdruck der Stimmstock umgefallen ist und die zeitraubende Fummelei, den wieder exakt hinzustellen, wechsle ich Saiten nur noch einzeln nacheinander und achte auch immer auf die richtige Stegposition.
viele Grüße Stephen |
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crannog
Anmeldedatum: 30.01.2004 Beiträge: 310 Wohnort: West-of-Munich-Outback
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Verfasst am: 22.09.2009, 18:33 Titel: |
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| wenn du keine erfahrung mit tieferlegen hast, es dir aber auf einen schönen/optimalen klang des instruments ankommt würd ich da fast empfehlen, einen geigenbauer mit entsprechender reputation aufzusuchen (angesichts deiner schilderung, dass du den stimmstock umgeschmissen und selbst wieder aufgestellt hast, empfehle ich das sogar unbedingt - denn zwischen superklang der geige und irgendwie naja liegt oft nur ein hauch...). So eine maßnahme kost ein bisschen was, trägt aber zur zufriedenheit bei. ein selbst beraspelter steg, der dann hinterher doch ausgetauscht werden muss, kostet mehr. volker |
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stephen
Anmeldedatum: 09.07.2008 Beiträge: 7 Wohnort: Sachsen-Anhalt
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Verfasst am: 06.10.2009, 19:32 Titel: |
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heute melde ich mich nochmal kurz zur Sache: Nachdem nun die Saiten etwas niedriger sind hat sich die Spielbarkeit wirklich verbessert. Ich hab mir reichlich Zeit genommen und den ausgebauten Steg behutsam nachgearbeitet. Die Stimme ist ohne Saiten diesmal nicht wieder umgesürzt - die stand wohl damals eh nicht optimal bzw. war zu locker.
Da ich zwecks Bogenbehaarung bei meiner Geigenbauerin war, hab ich die Geige sicherheitshalber mal anschauen lassen. Ist alles soweit ok. Solange der Klang stimmt gibts keinen Grund etwas zu verändern. Mir wurde trotzdem empfohlen, die Geige vielleicht alle 1-2 Jahre mal checken zu lassen. Das werde ich auch tun. Holz arbeitet nunmal mit Temperatur und Lufteuchtigkeit, da kann sich auch was verändern im Laufe der Zeit.
viele Grüße Stephen |
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garpen

Anmeldedatum: 26.04.2005 Beiträge: 167 Wohnort: Münster
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Verfasst am: 06.10.2009, 20:41 Titel: |
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| stephen hat Folgendes geschrieben: |
| Solange der Klang stimmt gibts keinen Grund etwas zu verändern. Mir wurde trotzdem empfohlen, die Geige vielleicht alle 1-2 Jahre mal checken zu lassen. Das werde ich auch tun. Holz arbeitet nunmal mit Temperatur und Lufteuchtigkeit, da kann sich auch was verändern im Laufe der Zeit. |
Ähh, das halte ich mit Verlaub für nicht unbedingt sinnig - meine Geigen werden gespielt, sonst nix. (und das seit 15 - 35 Jahren ohne Wartungstermine) Wenn irgendein Unglück passiert, ist es an der Zeit, Geld zum Geigenbauer zu tragen, nicht früher.
LG, Jochen |
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